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Von Elounda fahre ich mit dem Fischerboot auf die Leprainsel Spinalonga, dann gehts weiter an die Nordküste. | ||||||||||
Elounda |
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Am ersten Tag geht´s gleich einmal nach Elounda. So mondän wie oft beschrieben, stellt sich mir der Ort aber nicht dar, vielmehr finde ich einen kleinen Ort, der stark vom Tourismus geprägt ist. Mag sein, daß die Hotelanlagen, die in den Buchten vor und nach dem Ort liegen, diese Bezeichnung verdienen, der Ort selbst eher nicht. Aber natürlich nütze ich die Gelegenheit, einen ersten greek coffee zu trinken und den Fischern im Hafen bei ihrer Arbeit zuzusehen.
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Spinalonga | ||||||||||
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Besuchen wollte ich die Insel sowieso, wieso also nicht gleich diesen herrlichen Tag ausnützen hinfahren? Mehrere Anbieter fahren von Elounda nach Spinalonga. Ich zog ein kleines Fischerboot den großen Ausflugsschiffen vor. Die wunderbare Fahrt dauerte ca. 40 Minuten, ehe die Insel erreicht wurde. Sicherheitshalber vereinbarte ich noch, erst mit der nächsten Fahrt nach Elounda zurückmitzufahren, um genügend Zeit für einen gemütlichen Rundgang zur Verfügung zu haben. Eine Runde um die Insel ist ein wirklich unvergeßliches Erlebnis. Der Blick wird vom hier smaragdgrünen Meer und der Pracht der Frühlingsblumen gefesselt. Die Reste der Festungsbauten und Wohnhäuser bieten überall interessante Ansichten.
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Die Festung auf der Insel wurde 1579 von den Venezianern zum Schutz ihres Hafens in Elounda errichtet und wurde auch noch lange, nachdem die Türken den Rest Kretas erobert hatten, verteidigt. Mit ihren starken Kanonbatterien galt die Insel als uneinnehmabr. Erst durch einen Vertrag kam es in türkischen Besitz. Nach dem Abzug der Türken wurde die Insel als Ort zur Abschiebung von Leprakranken genutzt. Die Kranken übernahmen die Häuser der Türken und durften die Insel bis zu ihrem Ableben nicht mehr verlassen. Erst 1957 wurde die Leprasiedlung aufgelöst.
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Von Elounda an die Nordküste |
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Nach dem wunderschönen Bootsausflug und der Inselbesichtigung blieb noch genügend Zeit, um weiter mach Norden zu fahren. Wer nicht bis zur Nordküste will, sollte wenigstens noch bis hinter Plakas weiterfahren, wo die Straße in Serpentinen den Berg hinaufführt. Der Ausblick auf Spinalonga und den Golf von Mirabello ist bezaubernd. Ich fahre weiter durch Vrouhas, Valtos, Kournes um dann bei Neapoli wieder auf die New Road zu gelangen. Die Landschaft zeigt sich in ihrer herrlichsten Frühlingspracht, und die kleinen natürlichen Orte laden zu Rastpausen in einem ihrer Kafenions ein.
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